eIDAS-2.0-Ökosystem · EUDI-Wallet

Videoanrufe, bei denen du sicher weißt, mit wem du sprichst.

Verifizierte Peer-to-Peer-Calls: Beide Seiten können sich per EUDI-Wallet (digitaler Personalausweis) ausweisen — und sehen vor dem Verbinden, welche Daten geteilt werden. Nicht mehr, nicht weniger.

Kostenlos · ohne Konto · Quellcode-Veröffentlichung in Vorbereitung

  • eIDAS 2.0 Compliant WRP Architecture
  • Zero-Knowledge Ready
  • Zero-Retention

Aktuell in der Testphase

Die echte EUDI-Wallet mit PID (digitaler Personalausweis) steht ab dem 2. Januar 2027 zur Verfügung. Bis dahin lässt sich id-call.eu mit einer Testwallet — der Test-Identität „Erika Mustermann“ — und der Test-App der SPRIND GmbH ausprobieren.

In vier Schritten zum verifizierten Anruf

Kein Konto, keine App-Installation — nur ein Link und deine EUDI-Wallet.

  1. Einladung mit fixem Attribut-Set

    Du wählst aus einer festen Liste zugelassener Basis-Attribute — Vorname, Nachname, „über 18“. Freie Abfragen gibt es nicht, auch nicht für Betreiber.

  2. EUDI-Wallet scannen

    Per QR oder Link, nach dem Standard OpenID4VP. Die Wallet zeigt dir den gebundenen Zweck und gibt nur die angefragten Felder frei — Selective Disclosure.

  3. Symmetrischer Privacy-Review

    Beide Seiten sehen zuerst nur, welche Felder ausgetauscht werden. Die Werte liefert der Server erst aus, wenn beide zugestimmt haben.

  4. P2P-WebRTC-Verbindung startet

    Erst danach beginnt der SDP-/ICE-Austausch. Video, Audio und Chat fließen direkt zwischen den Geräten, Ende-zu-Ende verschlüsselt.

Verordnung (EU) 2024/1183 · ARF

eIDAS 2.0 & Privacy-by-Design

Drei Architektursäulen. Keine davon ist eine Einstellung, die sich abschalten lässt.

Auf WRP-Zulassung ausgelegt

Gebaut nach den Anforderungen an eine zugelassene Relying Party (EU-Verordnung 2024/1183): zweckgebundene Abfrage ausschließlich verifizierter Basis-Attribute aus der PID. Die Liste der abfragbaren Attribute ist im Quellcode festgeschrieben und lässt sich nicht per Konfiguration erweitern.

Erzwungen in src/wrp-policy.ts · nachprüfbar unter /wrp-policy

Zero-Retention-Architektur

Keine Speicherung von Ausweisdaten. Die kryptografische Verifikation erfolgt stateless im Backend, der Datenaustausch nur P2P im Browser. Es gibt keine Datenbank und keinen Dateipfad, in den Ausweisinhalte geschrieben werden könnten.

Prüf-Protokoll ohne Werte: src/audit.ts · Wallet-Anfrage mit intent_to_retain: false

Beidseitige Souveränität

Selective Disclosure mit Pflicht-Review: keine Datenübertragung ohne explizite Freigabe im Call-Room. Die Werte verlassen den Server erst, wenn beide Seiten zugestimmt haben — vorher kann kein Client sie anzeigen, weil er sie nicht besitzt.

Server hält Werte zurück bis BOTH_CONSENTED · vor jedem SDP-Austausch

Technik & Datenschutz

Vertrauen entsteht nicht durch Versprechen, sondern durch Architektur.

Datensparsamkeit per Design

Geteilt wird nur, was pro Anruf ausgewählt wurde — z. B. nur „über 18“ statt Geburtsdatum. Werte werden erst nach beidseitiger Zustimmung sichtbar; der Server protokolliert keine Ausweis-Inhalte.

eIDAS-2.0-kompatibel

Identitätsnachweise kommen aus der EUDI-Wallet (PID) über OpenID4VP — kryptografisch geprüft im europäischen eIDAS-2.0-Rahmen statt per Selbstauskunft.

Peer-to-Peer & verschlüsselt

Video, Audio und Chat fließen direkt zwischen den Browsern (WebRTC, DTLS-SRTP-verschlüsselt). Der Server vermittelt nur den Verbindungsaufbau — Inhalte sieht er nie.

Weitere Nachweise im Gespräch (Pro)

Im laufenden Anruf lassen sich zusätzliche Wallet-Nachweise anfragen — etwa eine Wohnraum-ID für die Beherbergungssteuer. Das Gegenüber sieht vorab die exakte Feldliste und kann jederzeit ablehnen; die Werte sieht nur die anfragende Person. Welche Nachweise anforderbar sind, bestimmt der Betreiber per Konfiguration — ohne Codeänderung.

Zur Veröffentlichung als Open Source bestimmt

Die Community Edition wird unter der AGPL-3.0 veröffentlicht, sobald sie die Testphase abgeschlossen hat — dann prüfbar statt Blackbox. Der Self-Hosting-Weg ist bereits Teil der Software: Docker Compose inklusive eigenem TURN-Relay.

Sicherheitscode gegen Mithörer

Beide Seiten sehen denselben kurzen Sicherheitscode — zusätzlich ins Videobild eingeblendet. Stimmt er überein, hört niemand heimlich „in der Mitte“ mit (Schutz vor Man-in-the-Middle).

Dokumente teilen & gemeinsam signieren

Im Gespräch lässt sich ein PDF direkt Ende-zu-Ende teilen und von beiden Seiten unterschreiben — gebunden an die geprüfte Identität: die Signatur gehört nachweislich zum verifizierten Gesprächspartner.

Mehr im Gespräch

Chat mit Datei-Transfer, Bildschirm teilen, Mehrparteien-Calls (Full-Mesh), Handheben und Reaktionen — je nach Edition zuschaltbar.

Technik im Detail ansehen

iOS-App · TestFlight-Beta

Jetzt auch als App fürs iPhone NEU

EUDI Verified Call gibt es als native iOS-App — als TestFlight-Beta. Einfach dem Link folgen und mittesten.

  • Termin als Apple-Wallet-Pass NEU — Erinnerung am Sperrbildschirm, ein Tipp öffnet den verifizierten Anruf
  • Einladungs-Links öffnen direkt die App (Universal Links)
  • Heller & dunkler Modus, aufgeräumte Bedienung in Schritten
Über TestFlight testen

Auf dem iPhone: kostenlose TestFlight-App von Apple installieren, dann Link öffnen — damit lädst du EUDI Verified Call.

Bereit für den ersten verifizierten Anruf?

Raum erstellen, Link teilen, ausweisen — fertig. Ohne Konto, direkt im Browser.

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